
Marisa proudly presents: Die neue Reinickendorf-Broschüre
Also, wer sich unter Berlin nur Kreuzkölln und Mitte vorstellen kann, braucht dringend eine kleine Korrektur. Schaut euch mal an, was Reinickendorf im Nordwesten Berlins zu bieten hat, dem "Fuchsbezirk", denn der "Reineke Fuchs" ist das Wappentier Reinickendorfs, und er läuft auch in echt oft durch Wald und Flur und inzwischen auch in den Straßen... Unerschrocken, denn er ist so schlau, wie das Sprichwort sagt - er weiß, vor wem er sich in acht nehmen muss und wovor nicht.
Der Bezirk Reinickendorf besteht zu fast der Hälfte seiner Fläche aus Grün-, Wald- und Wasserflächen.
Genauer: 90km2 Gesamtfläche, davon etwa 40 km2 Grün-, Wald- und Wasserflächen. Also sind fast 40% der Fläche Natur pur!
Und genau um diese teils wirklich einzigartige Natur, aber auch um einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten geht es in dieser Broschüre, die im wesentlichen von der Journalistin und Fotografin Christiane Flechtner gestaltet wurde.
Und ich bin sehr stolz, dass ich mit einigen Aquarellen, teils als Fotocollage, dazu etwas beitragen durfte.
Ich zeige Dir gerne einige Seiten dieser Broschüre und gebe gerne meinen Senf jeweils dazu...
Seite 2-3: Das Rathaus Reinickendorf

Gleich auf der ersten Seite schmückt sich unsere Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) mit meinem Aquarell vom Rathaus Reinickendorf. Oder zumindest mit einem Ausschnitt daraus...
Der Altbau wurde beim Zeichnen immer hübscher.
Je genauer man hinschaut, umso mehr Details entdeckt man.
Von innen kenne ich im Wesentlichen nur den BVV-Raum - hinter den großen Fenstern rechts. Und dieser steht der Würde, die die Fassade ausstrahlt, in nichts nach.
Man kann natürlich den Raum genießen, wenn man einmal der BVV beiwohnt, was, wie ich fürchte, die wenigsten tun...

Hier das vollständige Aquarell (anklicken zum Vergrößern).
Leider hat die Bürgermeisterin kein Interesse an meinem Aquarell ihrer Wirkungsstätte angemeldet.
Dafür steht es jetzt für die Allgemeinheit zum Verkauf - wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Seite 6-7: Hier gibt es die Broschüren

Gleich mal vorweg:
Hier gibt es die Broschüre
- An der Tourist-Info in Alt-Tegel, kurz vor der Treskowstraße.
- In der Humboldt-Bibliothek,
- im Rathaus
- und auch in anderen öffentlichen Gebäuden des Bezirks...
Seite 9 - Wasser ohne Ende!

Der wunderbare Tegeler See ist einer der saubersten Seen in Berlin. Aus seinem Wasser wird unser Trinkwasser geschöpft.
Mit 4,6km2 ist er der zweitgrößte See Berlins. Er hat eine Länge von etwa 4km und entsprechend ist die Breite etwas über 1 km.
"Das Wort „Tegel“ entstammt einem slawischen Wurzelwort, das „Anhängsel“ bedeutet. Und genau dies ist der Tegeler See: Er ist ein Anhängsel der Havel" (Wikipedia).
Der See hat sieben Inseln, die jede für sich einen Artikel wert wären...
Ein Paradies für die, die Wasser lieben. Man kann es einfach anschauen oder auch in ihm schwimmen, auf ihm Segeln, Rudern, Kanu oder Dampfer fahren. Sogar Flusskreuzfahrtschiffe haben einen Anlegeplatz an der Greenwich-Promenade...
Seite 10: Gartenstadt Frohnau - Die Kugelläuferin

Die nächste Foto-Aquarell-Collage: Die "Kugelläuferin". Sie steht, mit Unterbrechungen während und nach dem 2. Weltkrieg, am Zeltinger Platz in Frohnau.
Mehr Infos zu dieser Statue findest Du hier.

Und dies mein Aquarell von der Kugelläuferin (anklicken zum Vergrößern).
Was findest Du besser: Die Foto-Collage oder das Original?
Falls es dieses Original ist, dann sei erwähnt, dass es zum Verkauf steht ;-)
Seite 15: Das Tegeler Fließ

Das ist ein Foto vom "Tegeler Fließ", ein Urstromtal, das unter Naturschutz steht. Weißt Du, was das bedeutet? Seit der letzten Eiszeit, die das Fließtal erst erschaffen hat, und bis heute, hat der Mensch die Finger von diesem Stück Natur gelassen! Und das mitten in Berlin!
Es verläuft zwar ein wunderbarer Spazier- und Wanderweg am Rande des Fließes, aber in das Gebiet herein kommen höchstens die Tiere...
Obwohl: Ein Mal war ich auch drin! Und zwar Anfang der 2000er war das Fließ mal zugefroren. Es lag Schnee und die schneebedeckten Pflanzen neben dem Fließ sahen aus wie ein Märchenwald! Unvergesslich!
Übrigens wurde 1956 im Tegeler Fließ bei Ausgrabungen Überreste eines Lagers von Rentierjägern entdeckt, die vor 11.000 Jahren (Mittelsteinzeit) sich dort ansiedelten. Sie gelten als die ältesten Spuren menschlichen Lebens im heutigen Berlin. Mehr Infos findest Du im Museum Reinickendorf, das ich sehr empfehlen kann!
Seite 19: Die Sechserbrücke

Die "Sechserbrücke" kennst Du schon vom Titelbild. Du findest Sie am Ende der Greenwichpromenade. Sie hat ihren Namen von den 5 Pfennigen, die man für ihre Überquerung früher zahlen musste - einem "Sechser", wie der Berliner sagt.
Interessante Infos zur Sechserbrücke findest Du hier.
Seite 20: Die Wasserbüffel

Ja, im Ernst: Im Tegeler Fließ gibt es seit einigen Jahren Wasserbüffel. Zumindest im Sommer.
Meist, falls man sie überhaupt entdeckt, findet man die Tiere widerkäuend in der Sonne liegen.
Aber einmal war ich Zeugin einer echten Naturgewalt: Die Wiesen des Tegeler Fließes standen unter Wasser, nachdem es stark geregnet hatte. Ich fuhr mit dem Fahrrad gerade am Fließ entlang, als sich einer der Büffel im Galopp in Bewegung setzte - also, jetzt nicht wegen mir, nehme ich an :-D - und, wie bei Herdentieren nunmal üblich, die ganze Herde hinterher. Ein donnerndes Grollen und Beben von den schweren Hufen und hochspritzendes Wasser, als wäre der Teufel los - Leute, das war echt gewaltig beeindruckend!(Ich erinnere: Wir befinden uns gerade in Berlin!)
Nach der nächsten Kurve habe ich sie wieder gefunden - lässig am Grasen... :-D Ich nehme an, es hat ihnen einfach mal Spaß gemacht, durchs Wasser zu pesen!
...weiter geht´s...
Du findest wunderschöne Stellen am Wasser, auf dem Wasser, im Wasser. Seerosen, unsere markanten Dampfer, das Strandbad Tegel... Umgeben von Wald: dem Tegeler Forst und der Jungfernheide... Es gibt natürlich auch Wildtiergehege: Man kann sich Wildschweine und Damwild gerne näher anschauen gehen...
Seite 39: Unser Gipfelkreuz

Ich finde es ja irgendwie lustig: Das Gipfelkreuz von Reinickendorf. Es steht auf der höchsten Erhebung Reinickendorfs, auf dem Ehrenpfortenberg im Tegeler Forst.
Dieser hat - für Berliner Verhältnisse - die irre Höhe von ganzen 69m ü.NN.
Nicht nur Österreicher bekommen da einen Lachanfall, schätze ich. :-D Gleichzeitig finde ich es so entzückend - ich kann mich gar nicht entscheiden...
Seite 47: Das Humboldt-Schloss

Das Humboldt-Schloss war die Sommerresidenz der beiden Humboldt-Brüder Alexander und Wilhelm. Es wird noch heute von den Nachfahren bewohnt - daher ist das Grundstück Privatgelände.
Und es soll nicht fotografiert werden. Aber zeichnen darf man es (anklicken zum Vergrößern).
Diese Skizze habe ich vor Ort gemacht, bei einem Treffen der Berliner Urban Sketcher, monochrom in blau.
Es gibt im Sommerhalbjahr regelmäßig Führungen durch einige Räume des Hauses - sehr interessant! Kann ich nur empfehlen!
Mehrere Führungen finden immer montags statt in der Zeit zwischen 10h und 17h (dieses Jahr zwischen dem
5. Mai 2025 und dem 29. September 2025). Mehr Infos hier.
Und die "Dicke Marie", eine 900 Jahre alte Stieleiche, ist gleich in der Nähe. Sie wurde von Alexander und Wilhelm von Humboldt so genannt - nach ihrer beleibten Köchin. Auch Goethe soll die Dicke Marie (also den Baum) schon besucht haben...
weiter geht´s...
- Wusstest Du, dass Lübars das älteste Dorf Berlins ist?
Man muss wissen, dass Berlin aus dem Zusammenschluss von 97 Ortsteilen oder Dorfkernen besteht. Das alles, damit Berlin größer ist als Spandau, das bereits schon Jahrhunderte vorher Stadtrechte besaß und dann nach Berlin eingemeindet wurde. Sowas ist natürlich ein guter Grund für Frotzeleien in beide Richtungen. "Spandau bei Berlin" sind dabei die Reizworte... Ich würde mal meinen, das hält sogar bis heute an.
- Wusstest du, dass die "Weiße Siedlung" (gebaut 1928-1931) in und rund um die Aroser Allee seit 2008 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört?
- Wusstest Du, dass sich heute in der ehemaligen Borsig-Villa die "Akademie des Auswärtigen Dienstes" befindet? Die Diplomatenschmiede Deutschlands. Immer, wenn Du im Fernsehen unsere/n Außenminister/in mit anderen Außenministern oder Staatschefs über grüne Wiesen laufen siehst - das war hier auf diesem Gelände am Tegeler See...
Seite 54: Das Buddhistische Haus

Das Buddhistische Haus (anklicken zum Vergrößern) - hier wieder die Kombi aus Foto und Aquarell - gilt als ältester buddhistischer Tempel Europas.
Der Arzt Paul Dahlke hat es vor über 100 Jahren bauen lassen. Du siehst das Haus durch das Elefantentor am Eingang.
Auch heute noch leben dort buddhistische Mönche aus Sri Lanka, die dem Theravada-Buddhismus folgen, der heute u. a. auf Sri Lanka, in Thailand und Burma Staatsreligion ist.
Die Bibliothek und der Meditationsraum steht allen Besuchern zur Verfügung.
Seite 57: Das Borsig-Tor / Borsigturm

Mein Borsigtor (anklicken zum Vergrößern) hat es wegen Redaktionsschluss leider nicht mehr in die Broschüre geschafft. Aber Du, Du kannst es hier trotzdem sehen!
1922 hatte Borsig diesen Turm bauen lassen. Ihm verdanken wir durch seine Lokomotiv-Fabrik (seit 1827) den Bahnverkehr zwischen Berlin-Mitte und Tegel.
Und eben solche Bauwerke wie das Borsig-Tor und den Borsig-Turm, das erste Berliner Hochhaus überhaupt. die Grundfläche des 65 Meter hohen Turmes beträgt 20 mal 16 Meter. Es ist auch ein Verwaltungsbau, aber auch ein Wasserturm - Löschwasser für die metallverarbeitende Fabrik...
Heute stehen nur noch wenige Gebäude - Büros, Hotel, Einkaufszentrum...
Seite 60: Die Humboldt-Bibliothek

Die Humboldt-Bibliothek, so sind sich die Reinickendorf einig, ist ein architektonisches Goldstück.
Im Gegensatz zu den Klötzen daneben, die seit ein paar Jahren die Sichtachse von Tegel zur Bibliothek dicht gemacht haben. Ich kenne keinen Reinickendorfer, der das nicht als Bausünde empfindet... So ähnlich, wie die neue Markthalle in Tegel, aber das ist ein anderes Thema...
Aber die Bibliothek ist natürlich trotzdem einen Besuch wert!
Seite 80: Der Casino-Turm in Frohnau

Auf der Broschüren-Rückseite findet sich zu guter Letzt mein Aquarell vom Casino-Turm in Frohnau (anklicken zum Vergrößern). Übrigens auch vor Ort gezeichnet und gemalt. Jeder Reinickendorfer kennt dieses Wahrzeichen Frohnaus.

Das Original ist bereits verkauft. Aber Du kannst einen sehr hochwertigen Fine-Art-Print in Wunschgröße bei mir bestellen - auf Wunsch auch mit weißem Passepartout/Rahmen.
Resumee:
In dieser Broschüre ist natürlich auf ihren 80 Seiten natürlich noch viel umfangreicher, als ich es hier gezeigt habe. Sie zeigt tatsächlich, warum wir Reinickendorfer unser Reinickendorf so lieben: Für das viele Grün und das viele Wasser, für interessante Geschichte und tolle Gebäude!
Und ich bin sehr stolz, dass ich mit meinen Aquarellen auch dabei war!
Vielen Dank dafür an Christiane Flechtner, die mich ins Boot geholt hat.
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